DeepSeek 1017 baut die Verbotene Stadt und ein Rennspiel: 4 Beispiele mit Prompts
Vier Demos von DeepSeek V4.1 Flash 1017: die Verbotene Stadt, Browser-Rennen, Portale und eine Zivilisation im Wandel. Entwickle daraus Szenenkonzepte, Storyboards und konkrete visuelle Prompts.

DeepSeek V4.1 Flash wurde am 17. Oktober 2026 auf V4.1-Flash-1017 aktualisiert. Besonders anschaulich sind die vier vollständigen Projekte, mit denen die offiziellen Demos „Programmieren nach Wunsch“ zeigen: die Verbotene Stadt in 3D, ein Rennspiel im Browser, ein Nachbau von Portal 2 mit Godot und eine 3D-Szene im Wandel der Epochen.
Auch ein solcher „Wunsch“ braucht Code, eine Laufzeitumgebung und Überarbeitungen. Die nützliche Frage hinter diesen Beispielen lautet: Wie wird aus einer vagen Idee etwas Sichtbares, an dem du weiterarbeiten kannst? Für Bilder und Videos gilt das ebenso. In PagePop kannst du die Architektur, Level und Geschichten zunächst als Konzeptbilder und Storyboards ausarbeiten und dann entscheiden, welche Einstellungen du weiterentwickelst.
Hier findest du die Kerngedanken aller vier Beispiele und jeweils einen visuellen Prompt, den du auf ein anderes Thema übertragen kannst.
1. Die Verbotene Stadt in 3D: zuerst die räumlichen Beziehungen klären
Die offizielle Demo baut die Verbotene Stadt als dreidimensionale Szene mit Code auf. Interessant ist die Gliederung des Ensembles: Mittelachse, Höfe, gestaffelte Dächer und räumliche Tiefe machen daraus einen zusammenhängenden Ort.
Für einen Kurzfilm über historische Architektur kannst du zunächst Szenenkonzepte in PagePop erstellen, die Komposition festlegen und denselben Ort dann in drei Einstellungen aufteilen: Totale, Eingang und Innenhof. „Majestätisch und filmisch“ allein reicht als Vorgabe nicht. Beschreibe, von wo aus die Szene betrachtet wird und was zuerst zu sehen ist.
Erstelle ein Storyboard mit drei Bildern für einen kurzen Film über historische Architektur: eine Totale der vollständigen Mittelachse, eine Annäherung an den Eingang und danach eine Einstellung im Innenhof. Behalte dieselben roten Mauern, goldenen Dächer und Gebäudeproportionen bei, mit seitlichem Licht am frühen Morgen. Folge in den drei Bildern einem plausiblen Weg. Verändere weder die Positionen der Gebäude noch die Anzahl der Dächer zwischen den Einstellungen. Kein Text.
Prüfe im ersten Entwurf die Hierarchie der Gebäude und den Zusammenhang des Weges. Ein Konzept-Storyboard legt die visuelle Idee fest. Es ist ein anderes Ergebnis als eine 3D-Szene, die du drehen oder durchlaufen kannst.
2. Rennspiel im Browser: das Bild soll zeigen, wie gespielt wird
Das Rennspiel-Beispiel zeigt ein lauffähiges Browserspiel mit Steuerung und Spiellogik, nicht nur eine Strecke. Für die Gestaltung kannst du mit einem verständlichen Levelkonzept beginnen: Wo ist der Start, wie verändern sich die Kurven und woran erkennt man das Ziel?
Wenn du in PagePop ein Rennszenen-Konzept erstellst, sind eine klare Fahrperspektive, Fahrbahn und Hindernisse hilfreicher als immer mehr Neon und Geschwindigkeitslinien.
Entwirf das visuelle Konzept eines Rennlevels an der Küste, aus einer niedrigen Kamera hinter dem Auto. Die Straße führt vom Vordergrund in eine Haarnadelkurve nach rechts; in der Ferne markiert ein Leuchtturm das Ziel. Zeige einen kleinen blauen Rennwagen, die Straßenränder und Leitplanken deutlich. Platziere außen an der Kurve zwei gut sichtbare Elemente, die zum Abbremsen auffordern. Sonniges Wetter. Keine Spieloberfläche, Punktestände oder Texte.
Prüfe die Größenverhältnisse von Auto und Straße, den Platz zum Abbiegen und die Sichtbarkeit der Hindernisse. Für ein Werbevideo kannst du dieselbe Strecke als Start-, Kurven- und Zieleinfahrt inszenieren. Ein Streckenbild ist noch kein fertiges Spiel.
3. Portal 2 nachbauen: eine Mechanik in kausal verbundene Einstellungen übersetzen
Das dritte offizielle Beispiel baut Portal 2 mit der Godot-Engine nach. Der Reiz liegt in Raum und Regeln: Eine Figur geht an einer Stelle hinein und erscheint an einer anderen.
Für eine eigene visuelle Idee musst du weder Figuren noch Level des Originals kopieren. Aus „zwei unerwartet verbundenen Räumen“ lässt sich ein eigener Kurzfilm entwickeln. Erstelle zunächst Schlüsselbilder in PagePop, damit Eingang, Ausgang und Motiv nachvollziehbar zusammengehören.
Entwirf ein Storyboard mit drei Bildern für einen surrealen Kurzfilm: Ein roter Koffer gleitet in ein kreisförmiges Lichtportal an einer Caféwand. Im nächsten Bild gleitet er aus einem gleich geformten Portal in einer Holzhütte am Meer. Schließlich bleibt er am Strand stehen, während kleine Wellen näher kommen. Behalte Farbe, Aufkleber und Größe des Koffers bei. Eingang und Ausgang haben dieselben Randmerkmale; die Bewegungsrichtung bleibt durchgehend schlüssig. Kein Text.
Lege zuerst fest, was hindurchgeht und wo es herauskommt. Wird der Koffer unterwegs zum Rucksack oder kehrt er am Ausgang plötzlich seine Bewegungsrichtung um, ergeben selbst schöne Einzelbilder keine zusammenhängende Geschichte.
4. Eine Zivilisation entwickelt sich: vier Epochen müssen denselben Ort zeigen
Valley of Ages zeigt in einer dynamischen 3D-Szene die Entwicklung von der Vorgeschichte bis zur Gegenwart. Das eignet sich für Stadtgeschichten, den Aufbau einer fiktiven Welt und Kurzfilme über den Lauf der Zeit. Schwierig ist, den Ort trotz wechselnder Epoche wiedererkennbar zu halten.
Das folgende Beispiel zeigt eine fiktive Flussschleife in vier Phasen. Lies von links oben nach rechts oben und dann von links unten nach rechts unten: Lager, Bauerndorf, Stadt und moderne Stadt. Bergkamm, Flussschleife, Insel und Fels im Vordergrund bleiben erhalten; hauptsächlich verändert sich die Siedlung.

Für ein solches Storyboard in PagePop legst du zuerst eine Grundszene fest und beschreibst dann deren einzelne Entwicklungsstufen. Diese Vorgabe kann als Ausgangspunkt dienen:
Erstelle ein Storyboard derselben fiktiven Flussschleife in vier Phasen: Lager, Bauerndorf, traditionelle Stadt und moderne Stadt. Fixiere die erhöhte Kameraposition, die Kontur des Bergkamms, den Flusslauf, die Insel und den Fels unten rechts. Die Siedlung bleibt am rechten Ufer. In Phase zwei erscheint eine Holzbrücke, die später an derselben Stelle durch eine Steinbrücke und eine moderne Brücke ersetzt wird. Halte Licht und Jahreszeit konstant. Kein Text. Die vier Bilder sollen denselben Ort im Lauf der Zeit zeigen.
Häufige Fehler sind eine versetzte Brücke, ein plötzlich breiterer Fluss oder eine veränderte Bergform. Benenne bei der Überarbeitung genau, was erhalten bleiben soll: „Passe nur die Position der Brücke im dritten Bild an; die anderen drei Bilder bleiben unverändert“ ist klarer als „mach es einheitlicher“. Wenn die Schlüsselbilder feststehen, beschreibe wachsende Gebäude und sich verlängernde Straßen zwischen benachbarten Phasen. So bekommt das Video eine durchgehende Grundlage.
Aus „Das wünsche ich mir“ einen umsetzbaren Plan machen
Alle vier Beispiele haben etwas gemeinsam: Ein Wunsch muss sich in konkrete Objekte und Regeln übersetzen lassen. Sage bei deinem eigenen Projekt zuerst, ob du Konzeptbilder, ein Storyboard oder ein Video brauchst. Ergänze dann Referenzen, unveränderliche Elemente und die gewünschten Veränderungen im Bild.
Wenn du erst eine grobe Idee hast, kannst du auf der PagePop-Startseite beginnen und die Themen durch deine eigene Architektur, dein Produkt oder deine Geschichte ersetzen. Kläre zuerst die visuelle Idee, ändere pro Runde nur den wichtigsten Punkt und gehe dann zum nächsten Schritt über.
