Eine AI-Comicserie erstellen: Vom Charakterdesign zur ersten Folge

Erstelle deine erste AI-Comicfolge: Figuren festlegen, vier Schlüsselbilder planen, Dialog und Bewegung verbinden. Mit Figurenbeispielen, Prompts und wiederverwendbaren Referenzen.

Ein kleiner, warmgoldener Vogel sitzt am Rand einer aprikosenfarbenen Werkbank vor einem violetten Hintergrund in Ölmalerei

Für eine AI-Comicserie kannst du mit einer kurzen, abgeschlossenen Folge beginnen: Lege Figuren und Schauplatz fest, erstelle die Schlüsselbilder und ergänze anschließend Bewegung, Dialog und Schnitt. Die erste Folge soll verständlich erzählen, was passiert, und zugleich Figurenreferenzen für die nächste Folge liefern. So musst du nicht für jede Einstellung alles neu entwerfen.

Als Beispiel dient die eigene Geschichte „Der Vogel in der Uhrenwerkstatt“: Eine Uhrmacherin repariert einen mechanischen Vogel, der nicht mehr singen kann. Als sein Gesang wieder erklingt, erwachen die alten Uhren an der Wand.

Lege mit einem Figurenblatt fest, was gleich bleiben soll

Ein Figurenblatt muss kein umfangreiches Handbuch sein. Bestimme zuerst Silhouette, Kleidung, Farben und typische Gesichtsausdrücke der Hauptfigur. Halte wichtige Requisiten zusätzlich in einem gut erkennbaren Einzelbild fest.

Die Uhrmacherin in diesem Beispiel ist eine erwachsene Frau mit kurzem schwarzem Bob, runder Brille mit kupferfarbenem Gestell, moosgrüner Arbeitskleidung und aprikosenfarbener Schürze. Der mechanische Vogel hat einen Messingkörper und zwei türkisblaue Flügel. An diesen Merkmalen erkennen wir die Figuren über verschiedene Einstellungen hinweg wieder. Auch nach der Reparatur darf der Vogel nicht plötzlich anders aussehen.

Figurenblatt der Uhrmacherin und des mechanischen Vogels aus Messing

Probiere diesen Prompt
Entwirf ein Figurenblatt für eine eigene 3D-Animationsserie mit warmem Stil.
Die Hauptfigur ist eine erwachsene Uhrmacherin mit kurzem schwarzem Bob, runder Brille mit kupferfarbenem Gestell, moosgrüner Arbeitskleidung und aprikosenfarbener Schürze. Zeige sie jeweils in Ganzkörperansicht von vorn und schräg von der Seite. Kleidung und Gesichtszüge bleiben gleich.
Ihr Begleiter ist ein kleiner mechanischer Vogel mit Messingkörper und zwei türkisblauen Flügeln. Körperkontur und Flügelaufbau sollen klar erkennbar sein.
Verwende für Figur und Vogel einheitliche 3D-Oberflächen, Licht- und Schattenwirkung sowie Farben. Keine Schrift oder Logos. Behalte dieses Aussehen in den folgenden Einstellungen bei.

Sobald du dich für eine Version entschieden hast, nutze sie als Referenz für weitere Bilder. Benenne bei Korrekturen den konkreten Unterschied: „In Einstellung drei hat die Brille ein eckiges Gestell. Stelle bitte das runde, kupferfarbene Gestell wieder her.“ Das ist genauer als die bloße Bitte um „mehr Konsistenz“.

Erzähle in der ersten Folge eine kleine, abgeschlossene Veränderung

Diese Folge erzählt nur: Der Vogel kann nicht singen, wird repariert und weckt die alten Uhren. Neue Kundschaft, Verfolgungsjagden oder seine Vorgeschichte bleiben außen vor. Teile die Geschichte zunächst in vier Bilder auf und gib jeder Einstellung eine klare Aufgabe.

EinstellungInhalt des SchlüsselbildsDialog und Ton
1: Auf dem Tisch landenDer mechanische Vogel landet auf der Werkbank; die Uhrmacherin beugt sich zu ihmLeises Metallgeräusch; „Ganz ruhig, ich sehe mal nach.“
2: ReparierenHände und kleine Werkzeuge nähern sich dem Vogel; Ärmel und Schürze bleiben erkennbarLeise Werkzeuggeräusche, keine langen erklärenden Dialoge
3: SingenDer Vogel hebt den Kopf und breitet seine türkisblauen Flügel aus; die Uhrmacherin hält inneEin klarer Vogelruf, gefolgt von Ticken
4: Die AntwortDie Uhrmacherin blickt zu einer Reihe alter Uhren an der Wand, deren Pendel wieder schwingen„Ach, du wolltest sie wecken.“

Vier Schlüsselbilder in der Uhrenwerkstatt: Der Vogel landet auf dem Tisch, die Reparatur in Nahaufnahme, ausgebreitete Flügel beim Singen und die wieder erwachenden Wanduhren

Prüfe anhand dieser Schlüsselbilder zuerst Figuren, Bildaufbau und Erzählreihenfolge. Gehe erst zu bewegten Clips über, wenn du jedes Bild genau geprüft hast.

Erstelle die Schlüsselbilder mit denselben Referenzen

Lege zusätzlich zum Figurenblatt ein Referenzbild der Uhrenwerkstatt fest: Wo steht die Werkbank, an welcher Wand hängen die alten Uhren und aus welcher Richtung kommt das Hauptlicht? Auch wenn du später die Einstellungsgröße änderst, müssen Möbelpositionen und Lichtrichtung zusammenpassen.

Probiere diesen Prompt
Verwende die bestätigten Figurenblätter der Uhrmacherin und des mechanischen Vogels sowie das Referenzbild der Uhrenwerkstatt. Erstelle vier separate Schlüsselbilder für die erste Folge.
Die Reihenfolge: Der Vogel landet auf der Werkbank; eine Nahaufnahme zeigt die Uhrmacherin bei der Reparatur; der Vogel breitet die Flügel aus und singt; eine halbnahe Aufnahme zeigt die Uhrmacherin beim Blick auf die alten Wanduhren.
Behalte die runde Brille mit kupferfarbenem Gestell, die moosgrüne Arbeitskleidung, die aprikosenfarbene Schürze sowie den Messingkörper und die türkisblauen Flügel des Vogels bei. Einheitliches Bildformat, derselbe Stil und dieselbe Richtung des warmen Lichts in allen vier Bildern.
Zeige pro Bild nur einen Moment, statt mehrere Handlungen übereinanderzulegen. Keine zusätzlichen Figuren und keine Sprechblasen. Lass Platz für später ergänzte Untertitel.

Die Reparatureinstellung muss nicht voller winziger Bauteile sein. Ein Werkzeug, das sich nähert, und eine Hand, die kurz innehält, reichen aus, um die Arbeit zu zeigen. Kompliziertes Zerlegen und Zusammensetzen erschwert die Prüfung von Objektaufbau und Handkontinuität.

Plane zuerst den Dialog, dann die Dauer der Bewegung

Lies die beiden Dialogzeilen einmal laut und lass Zeit für Pausen und Reaktionen. Für die erste Version reicht etwa eine halbe bis eine ganze Minute. Passe die Länge an Sprache und Handlung an; die vier Einstellungen müssen nicht gleich lang sein.

Ergänze zunächst eine Hauptbewegung pro Clip: Im ersten landet der Vogel auf dem Tisch, im zweiten bewegt sich die Hand ein wenig, im dritten hebt der Vogel den Kopf und breitet die Flügel aus, im vierten setzen sich die Pendel in Bewegung. Die Kamera kann ruhig bleiben, damit das Publikum die Veränderung gut erkennt.

Nicht jede Dialogzeile braucht eine frontale Aufnahme der sprechenden Figur. Die erste kann über dem Bild der Landung liegen, die letzte über einer schrägen Rückenansicht der Uhrmacherin beim Blick zu den Uhren. Prüfe Lippenbewegung, Stimme und Gesichtsausdruck besonders dann auf Synchronität, wenn die Figur frontal sprechend zu sehen sein muss.

Höre dir nach dem Zusammenschneiden zunächst nur den Ton an: Die Uhren dürfen erst nach dem Vogelruf hörbar werden. Sieh dir anschließend die Bilder ohne Ton an und prüfe, ob dieselbe Uhrmacherin und derselbe Vogel erkennbar bleiben. Füge Untertitel zuletzt hinzu, ohne Hände oder Vogel zu verdecken.

Bewahre nach der ersten Folge den Ausgangspunkt für die nächste auf

Behalte die bestätigten Figurenblätter, das Referenzbild der Werkstatt, die Schlüsselbilder und den Dialogtext. Wer in der nächsten Folge auf welches Problem trifft, kannst du neu schreiben. Das Aussehen der Hauptfigur, ihre übliche Stimme und die Raumaufteilung bleiben erhalten. Ein Standbild, in dem eine Figur verzerrt ist, darf nicht zur neuen Figurenreferenz werden.

Wenn du aus diesen Ideen Figuren, Drehbuch, Storyboard und Videoclips entwickeln möchtest, kannst du den PagePop-Kurzfilmregisseur nutzen. Lege zuerst Gestaltung und Einstellungen der ersten Folge fest und erstelle dann einen Clip nach dem anderen.

PagePop Content TeamNach oben

Sag PagePop, was du erreichen möchtest

Starten: Sag PagePop, was du erreichen möchtest