Was ist Claude Duet? Funktionen und kreative Anwendungen des proaktiven KI-Assistenten

Claude Duet ist Anthropics proaktiver KI-Assistent. Erfahre, wie er in der Cloud arbeitet, wer sich für die US-Vorschau anmelden kann und wie du kreative Arbeit mit klaren Briefings übergibst.

Cremefarbene Blätter, von einem hellvioletten Band gebündelt, vor einem Ölgemälde-Hintergrund mit salbeigrünen und ockerfarbenen Pinselstrichen

Claude Duet ist der proaktive KI-Assistent von Anthropic auf Basis von Opus 5.5. Die Forschungsvorschau startete am 21. Oktober 2026. Duet verfolgt laufende Aufgaben und kann Projekte übernehmen, die längerfristige Bearbeitung erfordern. Die offizielle Ankündigung erläutert die Arbeitsweise und die Voraussetzungen für die Vorschau.

Für Kreative sind etwa das Ordnen von Kundenmaterial, das Überarbeiten von Präsentationen und das Übersetzen von Produktinformationen in Briefings für Werbemittel interessant. Zuerst geht es um Funktionen und Zugang, danach um ein offizielles Präsentationsbeispiel und einen selbst formulierten Prompt für die Übergabe kreativer Arbeit.

Wie Claude Duet die gewohnte Zusammenarbeit im Chat verändert

Du kannst Aufgaben in einem fortlaufenden Gespräch übergeben. Duet arbeitet mit einer virtuellen Maschine und einem Browser in der Cloud und kann weitermachen, wenn du dein Gerät verlässt. Verbundene Konten prüft es alle paar Stunden. Ist eine Aufgabe fertig oder braucht es dein Urteil, erhältst du eine Benachrichtigung.

Das verändert die Informationen, die du vorbereiten solltest. Eine einzelne Frage kann sich auf das unmittelbare Problem beschränken. Eine länger laufende Aufgabe braucht außerdem ein Ziel, Unterlagen und klare Kriterien dafür, wann sie erledigt ist. „Verbessere diesen Vorschlag“ lässt vieles offen. Mit Angaben zur Zielgruppe, zu bestätigten Zahlen und zu den zu ändernden Folien erhältst du leichter einen Entwurf, den du gezielt prüfen kannst.

Auch die Rückgabe zählt. Eine bloße Meldung wie „erledigt“ bedeutet, dass du alles von vorn kontrollieren musst. Rückmeldungen zu konkreten Dateien, Seiten und Änderungen helfen dir, dich auf die Entscheidungen zu konzentrieren, bei denen wirklich dein Urteil gefragt ist.

Was es kann und wofür es deine Freigabe braucht

Die offiziellen Beispiele umfassen Besprechungsbriefings, Präsentationen, Dashboards, Webprototypen und Social-Media-Kampagnen für Produkteinführungen. Vor dem Senden von Nachrichten, Bezahlen, Unterschreiben oder Löschen zeigt es die Aktion an und wartet auf Freigabe.

Bei kreativer Arbeit solltest du zwei Ergebnisse unterscheiden: einen prüfbaren Entwurf, etwa eine Folie für Folie überarbeitete Präsentation, und offene Sachfragen, beispielsweise den Beleg für ein Produktversprechen. Wer „der Entwurf ist fertig“ mit „alle Fakten sind bestätigt“ gleichsetzt, riskiert unnötige Überarbeitung.

Die aktuelle Forschungsvorschau beginnt mit einer Warteliste für Pro- und Max-Abonnenten in den USA. Der Zugriff erfolgt über eigene iOS- und Android-Apps oder claude.ai. Duet teilt die Nutzungslimits mit Claude; auch Hintergrundprüfungen zählen dazu. Ein Wartelisteneintrag bedeutet nicht, dass bereits alle Konten Zugang haben.

Das offizielle Präsentationsbeispiel: aus Folie 6 werden zwei Fragen

In der Demo auf der offiziellen Produktseite aktualisiert ein Café-Unternehmen eine zwölfseitige Finanzierungspräsentation mit Zahlen aus dem dritten Quartal. Die Folien 6 und 9 bleiben zur menschlichen Prüfung. Folie 6 wirkt zu voll; Duet teilt sie deshalb in Umsatz je Café und Gewinn je Café auf. Auch der anschließende E-Mail-Versand muss noch bestätigt werden.

Diese Art der Rückmeldung lässt sich gut übertragen. „Mach es ansprechender“ setzt kaum Grenzen. „Teile die Seite in Umsatz und Gewinn auf, mit einer Frage je Folie“ gibt sowohl dem Inhalt als auch dem Layout eine Richtung.

Die nächste Runde kann noch enger gefasst sein: Datendefinitionen und Diagrammfarben beibehalten, auf der Umsatzfolie die Unterschiede zwischen Standorten hervorheben und auf der Gewinnfolie die wichtigsten Kosten erklären. So ist auch klar, was zu prüfen ist, ohne den Stil der gesamten Präsentation neu zu diskutieren.

Kreativer Einsatz: ein klares Briefing für Poster und Kurzvideo

Nehmen wir ein neues Notizbuch. Produktfotos bestimmen das Covermuster und die Bindung, das Datenblatt liefert Maße und Papierangaben, Kundenfeedback hilft bei der Auswahl des wichtigsten Verkaufsarguments. Referenzbilder dürfen die Komposition anregen; Produktfakten müssen sich am tatsächlichen Gegenstand und den Unterlagen orientieren.

Hier ist ein selbst formuliertes Übergabebeispiel. Ersetze die Werbemittel und Unterlagen durch die deines Projekts.

Probiere diesen Prompt
Ich liefere das Datenblatt des neuen Notizbuchs, Fotos von Vorder- und Rückseite, Markenfarben und Kundenfeedback.
Stelle zunächst ein Paket mit klaren Kreativbriefings zusammen.

Erhalte das tatsächliche Covermuster, die Farben, Größenverhältnisse und die Bindungsstruktur.
Verwende im Text nur Informationen aus den Unterlagen. Fehlende Preise, Erscheinungstermine oder Angebote als noch zu bestätigen markieren.
Widersprüchliche Angaben gemeinsam aufführen, statt selbst eine Version für den Werbetext auszuwählen.

Werbemittel 1: Poster zur Produkteinführung im Format 4:5.
Zielgruppe, Überschrift, sichtbare Produktdetails und Informationshierarchie festlegen.
Werbemittel 2: vertikales Video mit 12 Sekunden Länge.
Ein Storyboard mit Produktvorstellung, Detailansichten und einem abschließenden ruhigen Bild erstellen. Je Einstellung vorhandenes Material und fehlende Bilder benennen.

Produktionshinweise und offene Fragen für jedes Werbemittel getrennt ausgeben.
Zum Schluss sagen, was ich zuerst bestätigen muss, damit der nächste Schritt beginnen kann.

Prüfe, ob das Ergebnis konkrete Lücken benennt, etwa: „Das Foto der Vorderseite reicht aus, aber eine Detailaufnahme des Umblätterns fehlt.“ Fehlende Bilder kannst du aufnehmen oder illustrieren; fehlende Fakten müssen anhand der Unterlagen geklärt werden.

Beziehe auch Rückmeldungen auf das jeweilige Werbemittel: „Die Posterüberschrift behalten, den Untertitel kürzen. In der zweiten Videoeinstellung weiter umblättern, die Nahaufnahme aber länger stehen lassen. Der Preis ist unbestätigt und bleibt deshalb in beiden Fassungen weg.“

Mit bestätigten Texten, Materialien und Briefings kannst du in PagePop Poster, Kurzvideos oder Präsentationen weiterentwickeln und anschließend einzelne Teile am tatsächlichen Ergebnis verfeinern.

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